Ausprägung von Softwareunternehmen

In der Softwareindustrie werden die Angebote nach vier Kriterien unterschieden:

  1. Nach gewerblicher (B2B) oder nach privater (B2C) Nutzung.
  2. Softwareunternehmen im engeren Sinne stellen ein Softwareprodukt her. Softwareangebote im weiteren Sinne umfassen den Service der Implementierung und den Betrieb des Produktes.
  3. In Abhängigkeit zur „Hardwarenähe“ lässt sich die Software selbst in drei Stufen unterscheiden:
  • Systemsoftware, wie z.B. das Betriebssystem einer Hardware
  • systemnahe Software, z.B. Datenbanken oder Middleware
  • Anwendungssoftware sind z.B. Textverarbeitung oder Warenwirtschaftssysteme. Diese abhängig vom Betriebssystem zum Einsatz.
  1. Der Individualisierungsgrad der Softwareprodukte reicht von Individualsoftware, welche nach den speziellen Anforderungen des Anwenders maßgeschneidert programmiert wird bis hin zu Standardsoftware, welche i.d.R auf den Massenmarkt abzielt und den Bedarf einer breiten Zielgruppe anspricht, ohne das individuelle Spezifikationen vorgenommen werden. In der Praxis finden sich viele Beispiele zwischen den beiden Ausprägung wieder, z.B. Plattformkonzepte, bei denen Softwaremodule wiederverwendet und nur teilweise spezifiziert werden. (Vgl. Buhmann, 2011: 5-11, 189)

 

Als Softwareunternehmen i.w.S. zu verstehen ist das Cloud Computing, welches die bedarfsgerechte und flexible Nutzung von IT-Leistungen ermöglicht, wobei der Kunde die Leistung als Service über das Internet in Anspruch nimmt und nach seinem Nutzungsvolumen bezahlt. (Vgl. BITKOM 2009: 14) Das Cloud Computing gliedert sich in die Bereiche Software-, Platform- und Infrastructure-as-a-Service auf. (Vgl. Buhmann 2011: 10,11,142)

Softwareindustrie_Typen_Abbildung

Abb. 2.6 Softwareunternehmens- und Produktarten (Wiegelmann)

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