Merkmale von Softwareprodukten

Softwareunternehmen i.e.S. erstellen digitale Güter. Software gilt als immaterielles Wirtschaftsgut, auch wenn sie auf Datenträgern vertrieben wird (Vgl. Bundesfinanzhof 2011). Explizite Merkmale von digitalen Gütern sind die kostengünstige Reproduzierbarkeit der Software ohne Qualitätsverlust. Digitale Güter lassen sich darüber hinaus theoretisch weltweit vertreiben und on demand ausliefern. Softwareprodukte lassen sich, je nach Produkt und Preis, für unterschiedliche Kundengruppen und Märkte in variablen Ausführungen anbieten.

Auch hinsichtlich von Produktion und Reproduktion besitzt die Softwarebranche besondere Ausprägung. Die Erstellung der First Copy ist i.d.R mit hohen Investitionen verbunden. Bei Individualsoftwareanbietern kommt der Quellcode der First Copy ggf. nur einmal zum Einsatz, die Kosten der Herstellung werden i.d.R. an den Auftraggeber komplett übertragen.

Bei einem Standardsoftwareanbieter hingegen liegt das Risiko der Entwicklungskosten auf Seiten des Anbieters. Diese Anfangsinvestition werden als Sunk Cost bewertet (Buxmann 2010: 3, 23 f.)

Ein Nachteil digitaler Güter ist deren leichte Reproduzierbarkeit. Speziell im Business-to-Customer Markt stellt die Verbreitung von unlizenzierten Raubkopien ein Geschäftsrisiko da. (Buxmann 2010: 23)

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